Donnerstag, Juli 10, 2008

Germany's next Topmodel

Als Nicht-Eingeborener Kölner scheue ich ja glücklicherweise nicht die Reise in das benachbarte Dorf an der Düssel. Am Samstag hat sich der Weg gelohnt: ich durfte nicht nur für eine maßgeschneiderte Hose als Modell herhalten, die extra für mich geschneidert wird, sondern hab von der Schneiderin auch noch einen coolen Anzug geschenkt bekommen, der mal für eine Modenschau kreiert wurde - und mir wie angegossen passt! Da kann ich also stolz behaupten, dass ich Modelmaße besitze...

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Dienstag, Juni 17, 2008

Kleine Knotenkunde 3

Der Windsorknoten ist wohl der dem Namen nach bekannteste Krawattenknoten. Gleichzeitig sagt man ihm nach, nicht ganz einfach zu binden und deshalb ein Knoten für Fortgeschrittene zu sein. So kompliziert ist er meiner Ansicht aber gar nicht, und wie überall gilt auch hier: Übung macht den Meister.
Der Windsor ergibt einen sehr breiten, symmetrischen, dreieckigen Knoten und wirkt dadurch recht steif und förmlich. Das mag mit ein Grund dafür sein, warum er heutzutage nicht mehr so beliebt ist wie früher. Er bietet sich für eher für leichtere Stoffe, weite Hemdkragen und festliche oder offizielle Anlässe an.
Als Erfinder des Knotens gilt der Duke of Windsor, der frühere König Edward VIII. von England. Wie so oft hat auch diese Legende einen Haken: der Herzog trug zwar gerne große Knoten, die aber alleine durch den schweren Stoff und nicht aufgrund der Bindung entstanden. Es wird sogar behauptet, der Name gehe gar nicht auf ihn zurück, sondern auf seinen Großvater Edward VII. - was ich für fraglich halte, da dieser gar nicht den Titel Duke of Windsor trug.

Der Knoten wird manchmal auch doppelter oder ganzer Windsor genannt - ersteres ist falsch, letzteres deutet darauf hin, dass es auch eine "unvollständige" Version gibt: den halben Windsor.
Der halbe Windsor liegt größenmäßig zwischen dem Four-in-Hand und dem ganzen Windsor. Entgegen seinem Namen ist er allerdings nicht halb, sondern ungefähr Dreiviertel so groß wie sein "großer Bruder". Obwohl er ähnlich symmetrisch ist wirkt er etwas weniger förmlich und wird auch gerne für den Businesslook genutzt. Er eignet sich für fast alle Stoffe und Kragenweiten. Der halbe Windsor dürfte nach dem Four-in-Hand der bekannteste und beliebteste Knoten zumindest in Europa sein. Mit diesen beiden und dem Full Windsor ist die Liste der drei Krawattenknoten, die "jeder zivilisierte Mitteleuropäer beherrschen sollte" (Eigenzitat) auch schon komplett. Da es aber noch weitere interessante und/oder leicht zu bindende Arten gibt, ist diese kleine Knotenkunde noch nicht beendet! In der nächsten Folge schauen wir mal über den Tellerrand, wie auf anderen Kontinenten so geknotet wird...

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Sonntag, Juni 15, 2008

Kleine Knotenkunde 2

Der Four-in-Hand ist der einfachste in Europa verbreitete Krawattenknoten und beweist, dass Krawattenbinden gar nicht so schwer ist wie oft behauptet wird.
Deshalb wird der Four-in-Hand auch als "Einfacher Knoten" bezeichnet. Da britische Internatszöglinge ihn ebenfalls bevorzugen, ist er auf den Inseln auch als schoolboy knot bekannt. Dortige Schüler neigen dazu, ihn nicht ganz korrekt zu binden, sondern den obersten Hemdknopf offen und den Knoten locker zu tragen - was äußerst lässig aussehen kann, wie man hier sieht.
Die Namensherkunft des Four-in-Hand ist ungewiss, es existieren drei Varianten: die Kutscher von Vierspännern banden so die Zügel zusammen, oder sie verwendeten diesen Knoten für ihre Halstücher, oder aber die Mitglieder des gleichnamigen früheren Londoner Clubs trugen als erste diesen Knoten und machten ihn so populär.

Der Four-in-Hand ist ein kleiner, leicht asymmetrischer Knoten und wirkt dadurch locker und dynamisch. Er kann sehr gut im Büro, aber auch zu formelleren Anlässen getragen werden und eignet sich für alle Stoffe und prinzipiell für alle Hemden, obwohl im Allgemeinen schmale Kragen empfohlen werden. Das schöne am Four-in-Hand ist, dass ein paar kleine Variationen reichen, und man erhält weitere Knoten. Durch zwei statt nur einer waagerechte Bewegungen bindet man einen Viktoria. Das bietet sich an, wenn die Krawatte zu lang ist, außerdem wird der Knoten etwas fülliger als beim Einfachen.
Führt man das breite Ende beim Viktoria am Ende unter beiden waagrechten Streifen hindurch, so erhält man einen Prinz-Albert-Knoten, bei dem ein Stückchen Stoff von unten durchschaut - ein floraler Effekt, da das Ergebnis an einen Blütenkelch erinnert.
Zwei Four-in-Hands hintereinander ergeben einen noch größeren Knoten, den Cavendish. Er ist ungefähr so groß wie ein Windsor, allerdings länglicher und damit weniger formell.

Man sieht: wer den Four-in-Hand beherrscht, ist für alle Gelegenheiten gut gerüstet und kann mit nur wenigen Änderungen gleich vier verschiedene Knoten binden!

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Kleine Knotenkunde 1

Theoretisch gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, eine Krawatte zu binden. Natürlich ergeben nicht alle eine sinnvollen oder tragbaren Knoten. Davide Mosconi und Ricardo Villarosa stellen in ihrem Buch „Getting knotted“ 188 Arten vor, während Thomas Fink und Yong Mao in ihrem Standardwerk "The 85 Ways to Tie a Tie" nur auf die titelgebenden 85 kommen - wobei sich auch diese Zahl nur auf die mathematisch mögliche Anzahl bezieht, ästhetisch befriedigend davon sind nur ca. 30.
Von diesen Zahlen sollten sich Anfänger aber nicht schrecken lassen, denn zum Einen dürfte kaum jemand alle diese Knoten auswenig beherrschen, und zum Anderen reichen für den täglichen Gebrauch eigentlich drei Arten, die ein zivilisierter Mitteleuropäer meines Erachtens allerdings beherrschen sollte. Diese drei lassen sich teilweise zu weiteren Knoten variieren, so dass man letztendlich auf noch mehr Varianten kommt. Darüber hinaus gibt es zwei, drei Knoten, die vor allem außerhalb Europas verbreitet, aber relativ leicht zu lernen sind, weshalb sie hier später auch berücksichtigt werden sollen.

Welcher Knoten überhaupt gebunden werden sollte, hängt von drei Faktoren ab:
1. Der Krawatte selber, d.h. der Länge und der Beschaffenheit. Einige Knoten benötigen mehr Länge als andere, und manche Stoffe sind für bestimmte Knoten zu dick oder nicht fest genug.
2. Dem Hemdkragen. Große oder breite Knoten benötigen logischerweise einen weiteren Kragen als dünne oder längliche.
3. Dem Anlass, zu dem er gebunden wird. Einige Knoten wirken förmlicher als andere eher lässige Varianten, und es gibt auch solche, die nur zu sehr speziellen Gelegenheiten oder aber von sehr speziellen Männern getragen werden sollten.

Los geht's in der nächsten Lektion mit dem in Deutschland typischen Knoten für den täglichen Gebrauch, dem Four-in-Hand, manchmal auch nur einfacher Knoten genannt.

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Samstag, Juni 14, 2008

Tie Break

In meinem Job wird erwartet, dass ich in Anzug und Krawatte im Büro erscheine. Für viele Leute ist das eine furchtbare Vorstellung, ich jedoch finde das nicht schlimm - im Gegenteil, ich trage gerne Anzüge und Krawatte. Wahrscheinlich bin ich einer der wenige Männer, denen man mit dem Standard-Weihnachtsgeschenk "Schlips" eine Freude machen kann (solanger er geschmackvoll ist...).
Wie sehr die Beliebtheit von Krawatten in den letzten Jahren abgenommen hat kann man daran sehen, dass der amerikanische Krawattenverband sich vor kurzem aufgelöst hat. Sehr schade, wie ich finde, weshalb hier in nächster Zeit mal ein bisschen Nachhilfe in Form einer kleinen Krawattenknotenkunde gegeben werden soll.

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Freitag, Mai 02, 2008

Gelb fühlen

Seit ungefähr drei Jahren gibt es ihn schon, und erst kurz bevor ich Köln verlassen muss entdecke ich ihn: den Pazifikstrand im Weyertal.
Dort werden auch Nicht-Surfer und -Skater nett bedient und können coole Klamotten für sonnige Tage finden. Ich hab mich gleich mal eingedeckt und bin jetzt vom Bauch abwärts für heiße Tage gerüstet - der Sommer kann kommen!

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Montag, April 28, 2008

My New Shoes

...brighten up a rainy day!


Allen Edmonds Thayer (single monkstrap slip-on)

Leider werde ich damit wohl nie so lässig aussehen wie der coolste Deutsche, unser Altkanzler, als er noch Außenminister war:

(Aus der SZ abfotografiert, man entschuldige die schlechte Qualität).

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Dienstag, April 01, 2008

Kein schöner Tag

Mein heutiger Tag war nicht so richtig erfolgreich. Erst sitze ich bei der Arbeit rum und warte auf die Ergebnisse vom Projekt, das ich koordiniere, aber es kommt nix und die Verantwortlichen sind nicht zu erreichen. Dann ruft die Dame von der Personalagentur an um mir zu sagen, dass ich den Job in Berlin leider nicht kriege. Muss ich also wohl doch nach Hannover.
Daraufhin will ich meinen Frust durch Shoppen lindern, aber die Sachen, die mir bei der COS-Eröffnung noch ganz gut gefallen hatten, taten das plötzlich nicht mehr, der Anzug, der im Prospekt super aussah, tat das in der Realität leider doch nicht, und sämtliche Rabattware, die mir hätte gefallen können, war von Nobelmarken und damit immer noch zu teuer.
Als ich heute abend ein Hotel in Lissabon buchen wollte, stellten sich die dortigen Preise als höher und die Suche als schwieriger heraus als ich erwartet hatte, da musste ich erst mal schlucken. Aber andererseits: ich geb soviel Geld für sonstigen überflüssigen Kram aus, da kann ich mir ruhig mal ein paar schöne Tage im Süden machen, schließlich gibt's im Mai auch schon wieder Urlaubsgeld.
Jetzt schwanke ich (und hab beides schon mal vorsorglich reserviert): nehme ich die alte, kleine, familiäre, günstige Pension in der Stadtmitte oder doch lieber das moderne, teurere Hotel über den Dächern von Lissabon mit spektakulärem Blick über die Stadt?

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Freitag, März 28, 2008

Fashion Evening

Eigentlich wollte ich mich gestern nach dem Bewerbungsgespräch mit neuen Schuhen belohnen - leider waren die aber nicht vorrätig, und so muss ich noch warten und kann das Geld für was anderes ausgeben. Wie praktisch, dass gestern ein neuer Modekatalog in der Post war...
Abends ging es mit Fashion weiter: bei der Eröffnung des neuen COS-Store in der Ehrenstraße gab es bei Schampus, Kölsch und Lachshäppchen nicht nur ganz nette Klamotten, sondern auch einige C-Prominenz zu sehen, die zwar von Kameras und Fotografen umlagert waren, die ich aber samt und sonders nicht kannte. Ich schaue wohl zu wenig Boulevard-Magazine.
Da war das Publikum beim anschließenden Absacker im M20 doch irgendwie sympathischer...

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Dienstag, Dezember 18, 2007

Fürstliche Schuhe

Letztes Jahr hatte ich mein Weihnachtsgeld dafür genutzt, mich neu einzukleiden. Dieses Jahr waren die Füße dran: dank eines Sonderangebotes eines meiner Lieblingsläden im Friesenviertel besitze ich jetzt Kalbslederschuhe aus der englischen Manufaktur, bei der auch Royals einkaufen. Und der Schuster im Veedel, der sie besohlen soll, hat sie gleich ausgiebig und ehrfürchtig bewundert - so etwas scheint er in Sülz nicht oft zu sehen. Da hat man doch gleich das gute Gefühl, sich selbst ein tolles Weihnachtsgeschenk gemacht zu haben...

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Freitag, November 24, 2006

Ein Traum wird wahr

Sachen gibt’s… Mein rechtes Schulterblatt ist größer als mein linkes! Woher ich das weiß? Weil diese Woche so gut lief, nächste Woche das Weihnachtsgeld ansteht und es ein lange gehegter Traum von mir war, lass ich mir endlich einen maßgeschneiderten Anzug anfertigen. Allein das Ausmessen war schon ein Erlebnis, bei dem man einiges Interessantes über seine Anatomie erfährt. Und wenn man mit seinen Maßen ziemlich genau zwischen zwei Konfektionsgrößen liegt, ist so eine Maßanfertigung erst recht sinnvoll.
Darüber hinaus ist der Laden sehr schön eingerichtet und mit wunderbaren Accessoires vom Manschettenknopf bis hin zum Regenschirm vollgestopft – auf jeden Fall einen Besuch wert.

In ca. vier Wochen liegt das Ergebnis vor, ich bin gespannt…

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